Das diabetische Makulaödem ist für einen großen Teil der Sehverschlechterungen bei Diabetes mellitus verantwortlich. Obwohl es Hinweise darauf gibt, dass die Fortschritte der Therapie in den letzten Jahren zu einem Rückgang der Diabetes-bedingten Neuerblindungen geführt haben, ist aufgrund der demographischen Entwicklung mit einer weiteren Zunahme der Betroffenen mit diabetischem Makulaödem in Deutschland zu rechnen. Nach wie vor sind die Folgekosten der retinalen Komplikationen für die Kranken- und Pflegeversicherung erheblich. Angesichts einer auch im internationalen Vergleich unzureichenden Inanspruchnahme der Früherkennung müssen in Deutschland spezielle Risikogruppen besser identifiziert und relevante Barrieren und Untersuchungshürden angegangen werden.